September 6, 2009...6:09

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Nach einer langen Zeit Internet-Abstinenz endlich wieder etwas Zeit, zu Hause rumzulungern und sich auszuruhen. Nach einer Woche Freiwilligenarbeit in Yamanashi kam mich eine Freundin aus Deutschland besuchen und wir hatten schöne 10 Tage.  (Fast) non-stop unterwegs, und an freien Tagen zu fertig, um zu bloggen. Jetzt habe ich wieder ein paar Tage Zeit, bis man wieder endlos unterwegs ist (viele Freunde aus’m Studiengang sind über den Sommer hier, der Freund kommt :))) und dann natürlich die Japan-Study-Tour nach Hiroshima und Kyoto mit der Uni). Erstmal ‘was über das wunderschöne Yamanashi~~~

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Der Blick auf den vernebelten Fuji (im Vordergrund Pfirsischbäume :))

Das Homestay in bei Familie Nakagomi war anders als erwartet. Im Vorfeld gab es eben keine genaueren Informationen, deshalb dachte ich, ich würde bei einer (jungen) Familie wohnen und mit ihnen den normalen Familienalltag erleben wie es bei anderen Homestays auch war… stattdessen bekam ich etwas viel besseres :)

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Und zwar durfte letztendlich 10h am Tag auf den Obstplantagen arbeiten (mehr oder weniger…. viel Pause zwischendurch :)), nur dass ich dafür kein Geld bekam, sondern bei der Familie essen und schlafen konnte. Die Arbeit war teilweise echt stupide (Qualitätscheck der Früchte z.B.), aber dadurch konnte ich einen Einblick in ein paar Abläufe in der Obstproduktion gewinnen. Und so ganz nebenbei hatte ich natürlich die vitaminreichste Woche in meinem ganzen Leben ; )!
Die Früchte der Saison! <3

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Kyohô-Trauben… die wohl teuersten Trauben des Universums (hier so ca. 4€)

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Die leckersten Pfirsische der Welt ´Q`

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Ja, jede einzelne Frucht in Papier gepackt… zum Glück war diese Arbeit schon lange getan als ich da war :). Der Grund, warum Obst in Japan so teuer ist, sehen Sie also hier, meine Damen und Herren.

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Neben mir waren noch zwei andere Mädels da, eine Japanerin und eine aus Singapur. Anscheinend nimmt die Familie oft Volunteers, denn sie ist als Host bei „WWOOF“ angemeldet, einer weltweit agierenden Organisation, die Volunteers an Farmen weiterleitet (die beiden Mädels z.B. sind durch WWOOF zu den Nakagomis gekommen). Wie ich gehört habe, kommen auch immer wieder Leute aus Amerika, Europa und China zur Freiwilligenarbeit.
Die Familie, die mich aufnahm, bestand aus mehreren Generationen (im nächsten Jahr 4!) mit Oma, Mama, Papa, Sohn mit schwangeren Frau, Onkel. Da sie so groß ist, gab es mehrere Gebäude auf dem Grundstück. Ich wohnte mit der Omma und den zwei anderen in einem traditionellen japanischen Haus mit mehreren Tatami-Räumen. War interessant und ich weiß nun, dass Futon auf Tatami meinen Schlaf nicht besonders fördert x_x~ Als wäre man die ganze Nacht durchgeprügelt worden :)

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Der Boden ist toll!

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Mein 8-Tatami-Zimmer. Effektiv genutzt habe ich nur 2. : )))

Dann durfte man um 6h aufstehen, jeden Tag um 7h gab’s Frühstück. Um 8h fing dann die Arbeit an, 10h Teepause, 14h Mittag und 17h Feierabend und 18h Abendessen… der Tag war einfach nur krass durchgeplant und am Ende hat man auch keine Kraft mehr, irgendwo auszugehen (aber im … Dorf gab es sowieso nichts). Allerdings hatten wir einen freien Tag, an dem wir einen Ausflug nach Shôsenkyô gemacht haben, einem Touristenort mit „wilder“ Natur, heiligen Steinformationen (die zeige ich aber nicht… auf den Fotos sehen die nicht annähernd so toll aus wie sie warn) und einem Wasserfall ; )

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Vor dem tollsten Wasserfall der Welt… nicht.

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Softeis, unheimlich beliebt hier… hatte eins mit Sesam-Geschmack!!! Ein TRAUM!!!

An meinem letzten Tag gab es auch ein kleines matsuri… hatte keinen yukata dabei ;O

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Masken für Kinder… natürlich ;) Die hatten aber auch blinkende Jedi-Schwerter *g*

Noch von der Familie ein paar Fotos~

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Die Oma. 80+Jahre alt, aber fit fit fit!

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Yôko-sa bereitete uns das Essen zu~ Der Kerl kam später als weiterer Volunteer hinzu.

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Hier mit Kazu-san, der die wundervolle HP erstellt hat *g*… old-skool!

Naja, er brüstete sich auch damit, dass er direkt 1996 oder so die Seite ohne Hilfe erstellt hat… was eine beachtliche Leistung ist, da er nu nicht der jüngste war damals. Aber seitdem hat es anscheinend kein Redesign der Seite gegeben… naja, die 90’s sind ja bald auch wieder in :D Die Seite hat aber ein ziemlich hohes Ranking bei Google. Auch damit hat er angegeben ;) Kazu-san war wirklich ein lustiger Kerl und hat die ganze Zeit japanische Wortspiele gerissen, die ich nicht verstanden habe :P

Die Woche war wirklich großartig! Jeder sollte wissen, wie das Essen, was bei uns auf den Tischen landet, produziert wird (und nein, Galileo zählt nicht zu den Aufklärern) und wieviel Arbeit und Mühe das kostet. Dadurch lernt man auch wieder, Nahrung wertzuschätzen, wie es sein sollte! Hach, ich fühlte mich so verbunden mit der Natur : )

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