Hier mal der „Bericht“, den ich fuer den Blog des ModJap-Instituts verfasst habe. Gibt sicherlich einige von euch, die den nicht gelesen haben, und da ich momentan nicht dazu komme, neue Eintraege zu schreiben…
Geplant ist ein kleiner Bericht ueber den Tag in Hadano, wo ich ein bisschen Freiwilligendienst geleistet habe. … Aber es war eher sehr viel Spass und neue Eindruecke als wirklich Arbeit. So sollte es sein! Ist halt schon ein paar Wochen her, aber er kommt ganz bestimmt noch~ Fotos sind auch schon hochgeladen, aber man ist halt zu beschaeftigt.
Jetzt aber erstmal recycletes Gut ;):
Drei Wochen Uni und es sind schon wieder Ferien in Japan! Das gibt mir ein wenig Zeit, ein kleines Fazit über das Unileben auf der Ferris zu schreiben.
Die Ferris ist eine unserer Partneruniversitäten, dessen einzigen Platz ich im letzten Bewerbungsdurchgang im SoSe 2008 ergattern konnte. Nun bin ich seit 1 ½ Monaten in Yokohama und seit drei Wochen an der prestigereichen ältesten Frauenuniversität Japans.
Sie unterscheidet sich insofern von den anderen Partneruniversiäteten, als dass die Austauschstudentinnen hier regulär das Verlesungs- und Seminarangebot der Uni nutzen dürfen und sollen; d.h. es gibt keinen Intensiv-Sprachunterricht wie Beispielsweise an der Keiô oder an der Ryûdai.
Zwar habe ich hier trotz all dem dreimal die Woche „Japanisch für Austauschstudenten“, aber der Unterricht ist ein wenig langsamer als man es von Düsseldorf gewohnt ist. Drei Wochen nach Ankunft in Yokohama gab es einen Placementtest; darauf aufbauend wurden die Studentinnen je nach Kenntnisstand in vier verschiedene Japanischkurse eingeteilt. Im übrigen ist der Großteil der Austauschstudentinnen aus Asien, überwiegend aus China und Korea. Ansonsten sind dieses Jahr noch eine Indonesierin, eine Spanierin, eine Slowakin und eine Finnin dabei. Insgesamt also vier Europäer unter 20+ Asiaten!
Die anderen Seminare sind aufgrund der Thematiken sehr komplex (selbst auf Deutsch ist eine Definition des Begriffs „Kultur“ kein Zuckerschlecken) und somit schwer zu verstehen. Schlägt man eine Vokabel nach, ist der Dozent schon ein paar Sätze weiter… Nach ein paar Monaten Vorlesungen sollte die Sprachbarriere aber hoffentlich kein Problem mehr sein. Ich habe das Glück, dass Yukiko, die Ferris-Studentin, die letztes Jahr an der HHU war, mit mir in meinem schwierigsten Kurs sitzt und danach nochmal mit mir die Inhalte durchgeht.
Allgemein sind die japanischen Studentinnen hier unglaublich nett und neugierig. Wenn sie einmal Wind davon bekommen, dass man kein Japaner ist, fängt die Fragerei an. Die Hitliste:
- Woher kommst du?
- Wie findest du Japan, bzw. was magst du an Japan?
- Wie lange lernst du schon Japanisch?
- Kannst du deutsch bzw. wieviele Sprachen sprichst du?
Anders als gedacht, haben sie wenig Hemmungen, die ausländischen Studentinnen anzusprechen. Da die Uni einfach sehr klein ist, haben viele schon Erfahrungen mit den Austauschstudenten aus den Jahren zuvor gemacht. Wie ich es hier sehe, ist es nicht schwer, Freunde zu finden, und ich bin noch nicht einmal in einem Circle. Sie sind sowas wie AGs, in denen japanische Studenten unglaublich aktiv sind, denn somit lernt man auch Leute von anderen Unis kennen. Für Ferris Studentinnen von Vorteil, wenn es darum geht, (auch) Männer kennenzulernen ;-).
Ich bin gespannt auf die weiteren Wochen und Monate (und werde berichten).
Wollte demnaechst auch etwas detaillierter ueber die Kurse, die ich besuche, schreiben… Hmpf, naja, eins nach dem anderen.